Montag, 13. Oktober 2014


Mehr Meer



Wir sind ja jetzt mehr Leute hier. Was liegt also näher, als mit der ganzen Truppe auch am Meer Urlaub zu machen? Natürlich in unserem Lieblingsreiseland Frankreich - genauer in der Normandie. Ein gutes Ziel fürs Genießen und Erholen - auch oder gerade mit Baby. Vor einigen Jahren waren wir nämlich schon mal in der Region unterwegs, sodass wir vom Druck befreit waren, möglichst viel Interessantes zu (be)suchen und zu entdecken.
Unser Ferienort Courseulles sur mer war wie für uns gemacht. Ein toller Sandstrand (bei Ebbe noch vieeel mehr toller Sandstrand), ein netter Jacht- und Fischereihafen, ein paar kleine Läden und nette Restaurants.



Den Strand hatten wir fast für uns. Für den klassischen Badeurlaub war es natürlich zu kühl, aber trotz frischer Brise wurden wir von der Sonne verwöhnt. Clevererweise hatten wir vorher bei Discounter eine Strandmuschel erworben, um uns mit Baby windgeschützt am Strand aufhalten zu können. Nur versuch mal einer die Strandmuschel bei Wind am Strand aufzubauen... Und dank unserem kleinen Frühaufsteher kamen wir auch zu wunderschönen Strandspaziergängen am Morgen. Im Anschluss daran gab es ein leckeres "petit dejeuner" mit Croissants, Pain au Chocolat und Kakao.



Natürlich haben wir es uns dann doch nicht nehmen lassen, die (nähere) Umgebung zu erkunden. Geprägt ist die Region vom D-Day, der sich in diesem Sommer zum 70. Mal gejährt hat. Überall gibt es Panzer, Reste des Atlantikwalls und Museen rund um die Landung der Alliierten. Aber auch die kleineren und größeren Städte der Region haben einiges zu bieten - v.a. deutlich mehr Babyläden als hier in Deutschland.
Ich kann nur sagen: schön war's!






Endlich konnten wir verstehen, was unser kleiner Junge uns schon die ganze Zeit erzählt hat. Für uns klang sein Lieblings"wort" irgendwie wie "erröh". Dann haben wir kapiert, dass Ole schon französisch spricht und uns mitteilen wollte, dass er heureux - also glücklich ist. Schön, gell!?

Montag, 1. September 2014


Hier geht's rund...


Ja, der kleine Mann hat unser Leben schon ein bisschen durcheinander gewirbelt. Wenn er Hunger hat, muss das Fläschchen am besten sofort fertig sein, bitteschön! Sonst wird lautstark gemeckert. Warum ist die Riesenkacke gerade wenn wir unterwegs sind in der Windel? Und jetzt bitte eine Runde spielen. Außerdem muss man sich ja immer wieder vergewissern: dieser freundliche kleine Kerl wohnt jetzt wirklich bei uns? Wie könnte ich ihn noch zum Lachen bringen? Und wer hat das Chaos in der Küche veranstaltet? Da kann das Bloggen schon mal ein bisschen zu kurz kommen. Trotzdem würde ich gerne versuchen, hier wieder regelmäßiger zu schreiben.

Heute zeige ich euch die Mobiles, die nicht nur Ole, sondern auch Mama (also mir) Spaß machen.


Einmal das große Mobile mit den bunten Bällen über dem Babybett. Die Kugeln habe ich bei unserem Städtetrip in Paris erstanden. Sie sind eigentlich für eine Lichterkette gedacht und konnten einzeln (zu einem sehr günstigen Preis) gekauft werden. Ob man die Teile auch in Deutschland kriegen kann, weiß ich jedoch nicht. Dann einfach einen dünnen Faden an einen halben Zahnstocher gebunden und den durch das Loch in die Kugel gefriemelt (so wie bei den ausgeblasenen Ostereiern). Die Fäden habe ich an den Innenteil eines Stickrahmens geknotet und oben nochmal zusammengefasst. Ich mag das Mobile sehr, weil es so schön schlicht ist. Viel von dem Babykram ist mir doch zu sehr Chichi oder einfach furchtbar kitschig. Außerdem braucht man zum Basteln nicht besonders lange und - jetzt kommt der pädagogisch wertvolle Teil: Babys lieben kräftige Farben und können diese besser wahrnehmen als die allgegenwärtigen Pastelltöne.


Das zweite (zugegebenermaßen pastellfarbene) Mobile befindet sich an Oles Wickelplatz. Hier hat dm mitgeholfen, denn die Kringel gab es als fertige Stanzteile als Zugabe zur letzten Glückskind-Post (Tip für Eltern: da kann man sich anmelden und kriegt immer mal wieder Geschenke und Rabattgutscheine). Ich habe einfach die Farben rausgesucht, die zu Wickelplatz (eigentlich mein Schreibtisch) und Wandfarbe passen und daraus ein kleines Mobile gebastelt (Stickgarn zum Aufhängen, Schaschlikspieß als Querhalterung, Angelschnur zum Verbinden der Teile). Wie man sieht, hat Ole Freude daran.

Montag, 23. Juni 2014

Ein Hase mit einer Mission


Seit nicht ganz drei Wochen haben wir einen neuen, kleinen Mitwohner: unser Sohn Ole Erik ist auf der Welt - und Jan (Paul) Hase hat den Job übernommen, sich gut um unseren kleinen Schatz zu kümmern und uns zu unterstützen.



Ole ist ein goldiger kleiner Kerl - oder nicht !? Bildet euch einfach anhand der Fotos selbst ein Urteil. 


Es gibt 1000 Dinge neu zu lernen, den Jungen kennenzulernen und zu verstehen, was er gerade braucht oder möchte. Dabei haben wir hasenstarke Unterstützung, auch wenn Ole mit Jan noch nicht so ganz warm geworden ist. Der Hase hat aber auch verdammt lange Ohren... Jedenfalls macht Ole sich schon gut als Dritter im Bunde von unserer Couchgang...

Mittwoch, 28. Mai 2014


Erdbär



Inspiriert von den leckeren Erdbeermuffins habe ich mich an ein weiteres Bären-Projekt gemacht - und ein leuchtendes Erdbeerrot als Farbe für diesen tollen Selbstnähbären gewählt. Ich habe nicht wirklich viel Erfahrung mit Nähen und besitze auch keine Nähmaschine; trotzdem ließ sich das Projekt gut an einem Nachmittag auch per Hand umsetzen. Da sieht man, wofür der Mutterschutz nicht alles gut ist ...



Die Vorlage und viele weitere Inspirationen, wie man seinen ganz persönlichen Bären gestalten kann, findet ihr auf dieser Homepage.
Für den Bärenkörper habe ich eine (wirklich günstige) Fleecedecke vom Kik zerschnippelt, für die Schnauze einen im Bastelschrank gefundenen Stoffrest und für die Nase einfach etwas schwarzen Filz verwendet. Die Augen sind aus dem Bastelgeschäft und werden von innen fixiert. Gut, denn schließlich soll der Kleine ja nicht das Gesicht seiner Kuscheltiere aufessen! Neben Nadel und Faden braucht man nun nur noch Füllwatte. Die genaue Erklärung, wie man einen solchen Bären näht, könnt ihr euch am besten auf der Original-Homepage ankucken.




Was man auf diese Weise wohl noch alles für Tiere machen kann? Ich habe schon ein weiteres Projekt in der Planung. Ist nur die Frage: Ist zuerst das Tier fertig oder der Junge da?
Welche bärigen oder beerigen Dinge beschäftigen euch gerade?

Donnerstag, 22. Mai 2014


Was Süßes



Wie versprochen gibt es hier endlich mal wieder einen kulinarischen Beitrag. An Erdbeeren kommt man ja momentan kaum vorbei und diese Muffins verlocken nicht nur aus dem Ofen heraus schon mit ihrem leckeren Beerenduft, sondern sind aus der Hand in den Mund auch schnell vernascht...







Zutaten (für 12 Muffins):

- 120 g Butter
- 120 g Zucker
- 2 Eier
- 1 Becher Erdbeerjoghurt (150g)
- 70 ml Milch
- 250 g Mehl
- 2 Tl Backpulver
- ca. 200g Erdbeeren


Zubereitung:

1. Ofen auf 200°C vorheizen.

2. Butter zerlassen und etwas abkühlen lassen.

3. Währenddessen    kann  man ja die Erdbeeren putzen und klein würfeln und die Muffinförmchen in die Mulden des Backbleches stellen.

4. Butter, Zucker, Eier, Joghurt und Milch werden jetzt gut verrührt.

5. Mehl und Backpulver zugeben und rasch vermischen.

6. Jetzt müssen nur noch die Erdbeerwürfelchen in den Teig plumpsen und etwas verteilt werden.

7. Verteile den Teig auf die Förmchen und lasse die Muffins ca. 25 Minuten backen.





Donnerstag, 8. Mai 2014

Bodypainting



Nachdem das Arbeiten jetzt erst mal mutterschutztechnisch auf Eis liegt, bleibt doch Zeit für andere Dinge. An manchen Tagen häufen sich die Termine rund um Gesundheit und Vorsorge und es stehen auch noch ein paar ungeliebte Dinge, wie die Steuer, auf der to-do-Liste, aber ich nehme mir immer auch Zeit für Kreatives und Kulinarisches. Zumindest im Bastelbereich dreht sich dabei viel um unseren Kleinen.




Blöderweise weiß man ja nicht, mit welcher Kleidergröße der Junge rauskommen wird. Sicherheitshalber haben wir einfach mal ein paar kleine Bodies angeschafft. Für alle außerhalb der Babywelt: ihr glaubt gar nicht, was für hässliche Babykleidung es gibt! Warum müssen die Kleinen zwangsweise in Hellblau oder Rosa gesteckt werden und was sollen diese ganzen merkwürdigen Tiermotive. Süüüüß finde ich so etwas leider nicht! Da habe ich einfach mal selbst zur Stoffmalfarbe gegriffen und zwei der Bodies gepimpt. Der eine soll an unseren Paristrip vor kurzem erinnern. Schade nur dass die Farben auf dem hellblauen Hintergrundklecks nicht ganz optimal gedeckt haben. Und das Motiv mit der Regenwolke und den bunten Tropfen mag ich eh, hatte ich so in abgewandelter Form auch schon auf meinem Kalender. Ich habe noch viele weitere Motivideen im Kopf, aber mal kucken, wie schnell der Kleine wächst und dann schnell ein paar Bodies ein oder zwei Nummern größer damit gestalten. Die werden auch hier gezeigt. Versprochen! Ich glaube, das nächste Mal muss ich über was Kulinarisches schreiben, hatte schon lange kein Rezept mehr hier vorgestellt...

Dienstag, 22. April 2014


Oh la la ...


Schon viel zu lange ist es her, seit wir das letzte Mal in Paris waren und trotz einigem Zögern wegen der immer dicker werdenden Babykugel haben wir uns entschieden, dass Paris im Frühling gerade ein Muss ist. Montmatre und die Eiffelturmbesteigung zu Fuß mussten dann halt ausfallen... waren aber eh nicht geplant. Dieses Mal verschlug es uns in eine noch unbekannte Ecke der Stadt: das Viertel rund um den Canal Saint Martin. Nicht nur ein nettes kleines Hotel (gibt es in Paris auch Hotels mit großen Zimmern???) fanden wir dort, sondern auch jede Menge netter Läden, Restaurants und eine wirklich entspannte Atmosphäre rund um den Kanal - so gar nicht, das hektisch-großstädtische Paris im Zentrum.


Interessant fanden wir auch unseren Besuch im Naturkundemuseum, speziell die Galerie de la Evolution und die wirklich gut gemachte Sonderausstellung zum nächtlichen Leben (oder Schlafen) der Tiere. Untergebracht ist diese Arche Noah der ausgestopften Tiere in einem riesigen Saal in Eisen-Glas-Konstruktion und umlaufenden Galerien. Leider sind hier die Fotos nichts geworden, weil es eher duster war.



Der komplette Kontrast bildete unser Ausflug nach Versailles am nächsten Tag. Ich glaube, Ludwig XIV hat extra einen so großen Vorplatz vor seinem Schloss angelegt, um dort die riesige Schlange der anstehenden Besucher unterbringen zu können. Wäre er auf die Idee gekommen Eintritt zu erheben (und hätte er kulturelle Kontakte mit dem asiatischen Raum gepflegt), hätte er die Unkosten rund um Bau und Unterhaltung des Schlosses locker reinholen können. Dann noch ein bisschen Marketing und Catering (im Schlosscafé ne einfache Cola 7 €) und Frankreich wäre heut noch absolutistisch. Insgesamt ist Versailles eine riesige, beeindruckende Anlage, aber für meinen Geschmack zu viel Gold und Schnickschnack. Schloss und Gärten gibt's bei den diversen europäischen Nachahmern zwar in kleiner, dafür oft aber auch in charmanter und individueller.

Nach einem weiteren Streifzug durch unser Nachbarviertel und den Parc Buttes Chaumont wurde dann im Marais noch ein wenig gebummelt und geshoppt, bis es leider schon wieder Zeit war, den Zug nach Hause zu nehmen. Also, 1. Klasse TGV ist echt zu empfehlen (v.a. wenn man günstig an Tickets kommt).  Neben einem komfortablen Sitzabstand wurden wir mit einer kleinen Mahlzeit und Freigetränken verwöhnt.
Also eins steht schon fest: Paris, on révient!